Strona głównaKnicklänge – so oft gescheitert!

Knicklänge – so oft gescheitert!

In unserer Praxis prüfen wir recht häufig bestehende Gebäude. Dabei geht es darum, festzustellen, ob neue Lasten aufgebracht werden können oder ob beispielsweise eine Photovoltaikanlage montiert werden kann. Oft sehen wir Berechnungen, die vor 20 bis 30 Jahren erstellt wurden, und oft stellen wir fest, dass die Konstruktion bereits beschädigt ist.

Vor vielen Jahren war RM-Win die in Polen am häufigsten verwendete Software zur Berechnung von 2D-Konstruktionen. Eine großartige Software – auch wir haben sie viele Jahre lang genutzt. Allerdings gab es darin eine Standardeinstellung, die viel Ärger verursachte: Die Knicklänge entsprach der tatsächlichen Länge des Stabes. Dies hätte leicht geändert werden können, doch viele Planer haben dies nicht getan.

Auf den Zeichnungen zeigen wir ein bewusst übertriebenes Beispiel, damit der Unterschied in den Ergebnissen sichtbar wird: einmal die Knicklänge gleich dem Abstand der ausgesteiften Pfetten (der korrekte Ansatz), einmal gleich der Länge zwischen den Knoten. Die Ausnutzung betrug 36 % gegenüber 215 %!

Kann dies vor Ort repariert werden? Ja, aber es wird keine billige Reparatur sein.

Fachwerkmodell in der FEM-Software – Knotenlasten, Knickfiguren und Ausnutzungsgrad der Stäbe
Knicklänge richtig angesetzt – die Ausnutzung der Stäbe bleibt im zulässigen Bereich.
Dasselbe Fachwerkmodell mit falsch angesetzter Knicklänge, mit orangem Kreuz markiert, und der daraus folgende Ausnutzungsgrad
Derselbe Träger mit falsch angesetzter Knicklänge – das Ergebnis verschiebt sich um Dutzende Prozent.